LUCKLUM. "Alle Musiker verzichten heute Abend auf ihre Gage." So begrüßte André Huk, Sänger und Gitarrist der Band "The Beagles", die Besucher in der Wegwarte in Lucklum. Den ganzen Artikel lesen...
BRAUNSCHWEIG. Gut zehn Jahre brauchte es, bis das schwedische Future-Pop-Trio Covenant wieder in Braunschweig Station machte. Im Rahmen ihrer Modern-Ruin-Tour begeisterten die Schweden Freitag Abend in der Meier Music Hall.
Als Support hatten sich Covenant das kanadische Elektro-Duo Decoded Feedback mitgebracht. Sänger Marco Biagiotti und Keyboarderin Yone Dudas spielten unter anderem Stücke ihres überzeugenden Albums „Aftermath" und sorgten dafür, dass das überwiegend schwarz gekleidete Publikum von Anfang an in bester Tanz- und Partylaune war. Als elektronische Baustellenmusik bezeichnen Sven Wolff und Lance Murdock die Mission von Patenbrigade Wolff, des zweiten Acts des Abends. Als Bauarbeiter gekleidet bot die Brigade mit Songs wie „Der Brigadier trinkt Bier" und „Schallplattenunterhalter" launige Texte über schnellen 4/4-Rhythmen, die auch in den angesagten Trance-Clubs durchaus ihren Platz hätten. Beide Bands sorgten dafür, dass das Publikum - neben heimischen Gästen zog die Veranstaltung auch Gäste aus dem Ruhrpott, Norddeutschland und der Schweiz an - beim Auftritt von Covenant bereits hinreichend Betriebstemperatur erreicht hatte.
Deren aktuelles Album „Modern Ruin" enthält düstere musikalische Betrachtungen unserer möglichen Zukunft, eine Mischung aus eingängigen elektronischen Melodien, klaren Songstrukturen mit Anleihen aus Ambient und Trance, die vorwiegend in der schwarzen Tanz-Szene ihren Platz finden. „Covenant spielen eine Playlist, die so ziemlich alles enthält, was das Herz begehrt", hatte Veranstalter Thorsten Meier im Vorfeld angekündigt. Er hatte nicht zu viel versprochen. Neben Titeln des aktuellen Albums „Modern Ruin" spielten Sänger Eskil Simonsson und Kollegen in den mehr als zwei Stunden Spielzeit so ziemlich alle ihre Hits der letzten 20 Jahre: „Bullet", „We stand alone", „Ritual Noise" oder „Call the Ships to port" gehören zu Recht immer noch zu den angesagtesten schwarzen Club-Hits (Braunschweiger Zeitung).